Klinische Hypnotherapie nach Milton H. Erickson
"Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, daß sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, daß er in das Prokrustesbett einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten passt." Erickson 1979
Der amerikanische Arzt und Psychologe Milton H. Erickson gilt bis heute als Begründer der modernen Hypnosetherapie.
Milton Erickson ging in seiner Arbeit stets davon aus, dass der Mensch die Kompetenzen für die Lösung seiner Probleme selbst in sich trägt.
Er war überzeugt, dass niemand etwas Neues lernen, sondern vielmehr nur den Zugang zu diesen seinen Fähigkeiten wieder finden müsse.
Dabei machte er sich unbewusste Prozesse, oft in leichten bis tiefen Trancezuständen zu Nutze.
Hypnotherapie nach Milton Erickson versteht sich demnach als eine Möglichkeit unbewusste Prozesse möglichst im Sinne des Ziels der Klienten nutzbar zu machen.
Die Aufmerksamkeit auf allen Ebenen auf diese Kompetenzen und Ressourcen zu richten ist demnach Ziel jeder Psychotherapie.
Die Ergebnisse der modernen Gehirnforschung belegen heute, was Milton Erickson intuitiv schon vor einem halben Jahrhundert erfasst hatte.
Die moderne Hypnotherapie geht längst nicht mehr davon aus, dass Menschen "hypnotisiert" und in irgendeiner Form manipuliert werden können.
Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung, ein wertschätzender Umgang mit dem Klienten und die Zuversicht des Therapeuten, dass die Kompetenzen bereits da sind, machen den Weg für den Zugang dazu frei. So können individuelle und sinnvolle Lösungen ermöglicht werden.
Anwendungsgebiete:
- Panik und Ängste
- Depressionen
- Psychosomatische Erkrankungen
- Chronische Erkrankungen
- Essstörungen
- Zwänge
- Posttraumatische Belastungen
- Burnout